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Eltern

(Quelle:Shutterstock)

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Elternpflichten

Für ihre Kinder übernehmen die Eltern bis zu deren Volljährigkeit die Erziehungspflicht und sind somit auch für deren Wohlergehen zuständig. Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, kann der Staat an Stelle der Eltern diese Erziehungspflicht übernehmen. Eltern sind jedoch gesetzlich nicht verpflichtet, ihre Kinder bei einer Straftat (z.B. beim Handel mit Cannabis) anzuzeigen.

Der Gesetzgeber schreibt in Artikel 6, Absatz 2 des Grundgesetzes fest: "Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvorderst ihnen obliegende Pflicht". Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass Eltern das Wohl ihrer Kinder besonders am Herzen liegt und daher die Sicherung der Elternrechte gleichzeitig das Kindeswohl sichert.

Staatlicher Eingriff

14.07.2014

Dennoch kann die gesunde Entwicklung des Kindes und die Entfaltung seiner Persönlichkeit nicht immer von den Eltern alleine gewährleistet werden.

Der Staat behält sich vor, in die elterliche Erziehung bzw. Erziehungsgewalt einzugreifen, wenn das Kindeswohl gefährdet ist. Dies liegt im Sinne des § 1666 Abs. 1 Satz 1 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) dann vor, wenn sich bei Fortdauer einer deutlich erkennbaren Gefährdungssituation für das Kind eine erhebliche Schädigung seines körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls mit hoher Wahrscheinlichkeit annehmen und begründen lässt, und die Eltern nicht gewillt oder in der Lage sind, diese Gefahr abzuwenden.

RN