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Fachkräfte

Umgang mit Konsu­mieren­den

Allgemeine Interventionsziele

10.12.2015

Ziel jeglicher Interventionen ist die Aufklärung der Zielgruppe über Wirkungen und Nebenwirkungen, also erwünschte und unerwünschte psychische und körperliche Wirkungen bei Drogenkonsum einschließlich sozialer und juristischer Aspekte. Entscheidend ist die sachgerechte Aufklärung über das komplexe Thema des Drogenkonsums ohne

  • den Drogenkonsum moralisierend zu beurteilen,
  • zu idealisieren oder
  • Konsumierende fürsorglich zu entmündigen (vgl. Kuhlmann 1996).
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RN

Abgestufte Vorgehensweise

10.12.2015

Wenn Sie Suchtprobleme bei einem/einer Jugendlichen befürchten, werden Sie sich zunächst über Ihre Ziele klar. Was wollen und können Sie erreichen? Welche Schwerpunkte möchten Sie setzen? Wie sind Sie persönlich betroffen?

  1. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Veränderungen, die im Verhalten, in den schulischen Leistungen, den sozialen Beziehungen und auf der körperlichen Ebene zu beobachten sind.
  2. Halten Sie etwaige Auffälligkeiten (schriftlich) fest, besprechen Sie sich im Elternhaus mit dem Partner oder der Partnerin oder im Schulbereich mit Kollegen oder Kolleginnen, ob ähnliche Beobachtungen vorliegen. Bemühen Sie sich, Tatsachen von Befürchtungen oder Vermutungen zu trennen.
  3. Sprechen Sie mit dem/der Jugendlichen und konfrontieren Sie ihn oder sie mit Ihren Beobachtungen.
  4. Erst dann sollten Sie als Eltern entscheiden, ob Sie sich Unterstützung einer Beratungsstelle holen oder als Lehrer/in in der Schule den Schüler oder die Schülerin allein weiter betreuen, die Eltern mit einbeziehen, die Schulleitung informieren etc.
RN