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"Drugs and Brain" - wie Cannabis wirkt

Mit dem Relaunch der Homepage der ginko Stiftung für Prävention ist auch eine aktuelle Version von "Drugs and Brain" online gegangen.

Neu überarbeitet sowohl in Optik und Technik präsentiert das Programm mit kurzen Animationen, wie Suchtmittel im Gehirn wirken und in den Stoffwechsel eingreifen.

Eine allgemeine Einführung in das Thema zeigt, wie das Gehirn und die Nervenzellen funktionieren: mit Hilfe von Neurotransmittern werden Informationen über die Nervenzellen zwischen Hirn und Organen übertragen, Bewegungen, Gefühle und Funktionen reguliert.

07.03.2018

Wie andere Suchtmittel auch, greift Cannabis in diese Stoffwechselprozesse ein. Der Körper verfügt über ein sogenanntes endogenes Cannabinoid-System, auf das der Cannabis-Wirkstoff THC einwirkt.

Drugs and Brain veranschaulicht, was auf der Ebene der Nervenzellen passiert und wie dadurch Wirkungen im gesamten Körper zustande kommen. Die meisten Cannabinoid-Rezeptoren befinden sich im Hippocampus, dem Hypothalamus, dem Kleinhirn und in den Basalganglien.

  • Im Hippocampus befindet sich das Kurzzeitgedächtnis. Wenn THC dort an die Cannabinoid-Rezeptoren bindet, hat das negative Auswirkungen auf das Kurzzeitgedächtnis – was man gerade eben erlebt oder gelernt hat, kann man sich schlechter merken.
  • Der Hypothalamus ist bekannt als das Hungerzentrum im Gehirn. Bindet THC sich an die dortigen Cannabinoid-Rezeptoren, kann es Hungerattacken auslösen.
  • THC beeinflusst Koordination und Gleichgewicht. Das wird im Kleinhirn reguliert.
  • Die Basalganglien sind beteiligt an unwillkürlichen Muskelbewegungen. Das sind Bewegungen, die unbewusst ausgeführt werden. Auch hier kann Cannabis zu Problemen beim Gleichgewicht und der Koordination führen.

Dank neuer Programmierung funktioniert "Drugs and Brain" nun auch am Smartphone und Tablet. Neben Deutsch gibt es die Informationen zu Cannabis und sechs weiteren Suchtmitteln in Niederländisch und Englisch.

https://www.ginko-stiftung.de/drugsandbrain

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