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(Quelle: Photocase)

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Risiken

Welche Risiken gibt es?

Cannabis beeinflusst die Zeitwahrnehmung, die Bewegungsabläufe des Körpers sowie das Lernen und Behalten von Zusammenhängen. Dies kann sich sowohl negativ auf die Schul- oder Ausbildung auswirken als auch auf die allgemeine Entwicklung. Hinzu kommt, dass Cannabis das körpereigene Belohnungssystem stört. Das bedeutet, dass Körper und Geist mehr positive Gefühle benötigen, um einen Zustand des allgemeinen Wohlbefindens herzustellen. Dadurch kann Cannabis-Konsum besonders bei Jugendlichen in relativ kurzer Zeit zu einer psychischen Abhängigkeit führen. Neben diesen "normalen" Risiken gibt es außerdem noch die Gefahren einer Überdosierung und unerwünschter Wirkungen.

Was passiert am nächsten Tag?

Möglich sind:

  • Trägheitsgefühl,
  • Müdigkeit,
  • allgemeines Desinteresse,
  • Gereiztheit,
  • Nervosität.

Bei einer Überdosierung sind extremer Schwindel, Übelkeit bis zum Erbrechen, Herzrasen und Kreislaufprobleme möglich. Es kann zu Angstzuständen, Verwirrung, Verfolgungsideen und Halluzinationen kommen. Im schlimmsten Fall können Psychosen ausgelöst werden: Das sind psychische Störungen, die in einer psychiatrischen Einrichtung behandelt werden müssen.

Was tun bei Notfällen?

Sollten Schwindel oder akute Übelkeit auftreten, helfen auch "Patentrezepte" wie Kaffee oder Energydrinks nicht. Wenn die Beschwerden nicht von allein verschwinden, sehr negative Gefühle oder Wahnvorstellungen beobachtet werden oder Anzeichen eines Kollapses auftreten (Augen rollen nach hinten, Atemnot, kalter Schweiß, Koordinationsstörungen und Übelkeit), sollte immer der Notdienst unter der Telefonnummer 112 verständigt werden. Der steht im Übrigen unter Schweigepflicht. Die Gesundheit ist auf alle Fälle wichtiger als die Sorge vor rechtlichen Konsequenzen.

Gibt es Langzeitfolgen?

Wenn Cannabis intensiv und häufig über längere Zeit geraucht wird,
muss mit körperlichen Folgen gerechnet werden:

  • Erschwerte Atmung und schlechtere Lungenfunktion,
  • Husten, Auswurf, Keuchen, chronische Bronchitis,
  • Erhöhtes Krebsrisiko im Bereich der Atemwege,
  • Zeugungsunfähigkeit, d.h. Männer können zwar Geschlechtsverkehr ausüben, aber keine Kinder zeugen, da die Spermienproduktion gestört ist.

Wer regelmäßig viel Cannabis zu sich nimmt, riskiert:

  • Störungen der Merkfähigkeit und der Konzentration,
  • Leistungsabfall,
  • wachsende Gleichgültigkeit gegenüber wichtigen Dingen des Alltags,
  • Depressionen,
  • Gewöhnung und ggf. Abhängigkeit.