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(Quelle: iStock)

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Einschätzung des Konsums

Die Anzeichen, die auf einen Cannabiskonsum hinweisen, können auch andere Ursachen haben. In einem Gespräch kann man am besten herausfinden, ob solche Hinweise wirklich auf einen Konsum von Cannabis zurückzuführen sind.

  • Der typische Cannabis-Geruch kann z.B. auch an Kleidern haften, die man in Anwesenheit kiffender Personen getragen hat.
  • Gerötete Augen können z.B. auch durch Weinen oder durch Wassersport auftreten.
  • Ein großer Appetit tritt gerade bei Heranwachsenden immer mal wieder auf.
  • Verlangsamte Reflexe oder Probleme mit der Konzentration können z.B. auch bei Müdigkeit auftreten.

Art des Konsums

16.07.2014

Wenn Jugendliche Cannabis konsumieren, ist es wichtig, etwas über Art, Umfang und die Ursachen des Konsums zu erfahren. Dabei sollte die gesamte Lebenssituation des Kindes berücksichtigt werden.

  • Hat Ihr Kind Probleme oder steckt es in Schwierigkeiten (z.B. Familie, Schule, Beruf, Freizeit, Freunde)?
  • Wie alt ist er/sie?
  • Wann und warum wird gekifft? Wie viel und wie oft wird konsumiert?
  • Wie wichtig ist der Konsum im Leben des/der Betreffenden?

Die Beantwortung dieser Fragen ermöglicht Eltern, die Situation genauer einschätzen zu können und zu entscheiden, wie sie reagieren sollen.

Für den gelegentlichen Cannabiskonsum ist es typisch, dass das Kiffen ein eher seltenes und besonderes Ereignis ist. Jugendliche, die gelegentlich kiffen, wollen durch den Rausch ein besonderes Gemeinsamkeitsgefühl entwickeln oder etwas Außergewöhnliches erleben.
Je häufiger aber jemand Cannabis konsumiert, desto eher stecken Probleme dahinter.
Wenn Jugendliche kiffen, weil sie Stress abbauen oder Problemen ausweichen wollen, ist das Risiko für immer häufigeren und immer stärkeren Konsum besonders groß. Deshalb muss gerade bei häufigem Konsum ein besonderes Auge auf die allgemeinen Umstände geworfen werden.

RN

Allgemeine Lebenssituation

16.07.2014

Um den Rauschmittelkonsum einer/eines Jugendlichen richtig einzuschätzen, ist die allgemeine Lebenssituation zu berücksichtigen: Es ist nicht das Gleiche, ob gut integrierte, selbstsichere Jugendliche ab und zu Cannabis konsumieren, oder ob Heranwachsende kiffen, die sich generell nicht wohl fühlen, die in der Ausbildung Probleme oder keine Perspektive haben und sich hängen lassen. Der Cannabiskonsum ist dann oft ein vergeblicher Versuch, sich besser zu fühlen und den Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Kiffen risikolos ist, wenn "sonst alles gut läuft": Kiffen birgt immer Risiken. Wer Cannabis konsumiert, muss sich sowohl mit den gesundheitlichen und sozialen Risiken als auch mit den Risiken einer strafbaren Handlung auseinandersetzen.

Das Alter
Auch Alter und Entwicklungsstand der Jugendlichen müssen berücksichtigt werden, will man die Risiken des Konsums richtig einschätzen. Je jünger die Konsumierenden sind, umso empfindlicher reagieren sie auf Cannabis und desto größer ist das gesundheitliche Risiko. Grundsätzlich aber gilt: Cannabiskonsum ist für alle Altersgruppen riskant.

Ab 18 Jahren ist man volljährig und für sich selbst verantwortlich. Das bedeutet aber nicht, dass Eltern nicht reagieren sollen, wenn ihre erwachsenen Kinder kiffen. Eltern sollten ihre erwachsenen Kinder auf Situationen ansprechen, die ihnen Sorgen bereiten. Ebenso wichtig ist es, Regeln des Zusammenlebens auch mit den älteren Kindern zu vereinbaren.


RN