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(Quelle:Shutterstock)

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Zeitpunkt

Wann soll man über Cannabis sprechen?
Es gibt keine starre Altersgrenze, ab der Sie mit Jugendlichen über Cannabis sprechen dürfen oder sollen.
Einerseits sollten Sie dann über Cannabis sprechen, wenn Ihr Kind selbst damit beginnt. Sie können solche Gespräche so gestalten, dass Sie zuerst nachfragen, was sie/er denn schon selbst weiß. Lassen Sie ihr/ihm Zeit dafür, sich auszudrücken, denn Cannabis ist kein einfaches Gesprächsthema. Nehmen Sie interessiert auf, was Ihr Kind berichtet, kommentieren Sie das Gesagte oder stellen Sie Fragen. Dann ergibt sich das Gespräch von alleine.

Auslöser

14.07.2014

Altersgerecht über Cannabis zu sprechen bedeutet bei Kindern und Jugendlichen, das anzusprechen, was sie wissen möchten und sie nicht zu überfordern. Fragen Sie Ihr Kind auch, warum es sich für dieses Thema interessiert. Manchmal hat das Interesse Ursachen, die man auch besprechen sollte.
Andererseits sollten Sie auch dann über Cannabis sprechen, wenn Sie selbst denken, dass es gut wäre. Zum Beispiel, wenn Sie sehen, dass Ihr Kind beginnt, sich mehr an Gleichaltrigen zu orientieren. Oder wenn Sie erfahren, dass das Thema Cannabis auch in der Schule angesprochen wird. Steigen Sie in solche Gespräche ein, indem Sie zuerst erklären, warum es Ihnen wichtig ist, darüber zu sprechen.

AK

Gesprächsangebote

14.07.2014

Fragen Sie Ihr Kind danach, was es schon über Cannabis weiß, und ob es in seinem Umfeld ein Thema ist. Lassen Sie Ihrem Kind Zeit dafür, sich auszudrücken. Ein offenes Interesse am Wissen und eine ruhige, nicht dramatisierende Haltung sind bei solchen Gesprächen wichtig.

Da bei Eltern oft Sorgen und Ängste vorhanden sind, fällt es ihnen manchmal nicht leicht, ruhig und besonnen zu bleiben. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, Unterstützung bei einer Fachstelle für Suchtvorbeugung, einer Drogen- und Suchtberatungsstelle oder einer Erziehungsberatungsstelle zu suchen.


Nicht nur für Sie als Eltern, auch für Jugendliche ist es nicht leicht, über alles zu sprechen: Bei Tabuthemen wie Sexualität oder Drogen geschieht es häufig, dass Scham ein Gespräch verhindert – und nicht der Wunsch, etwas zu verbergen!
Gehen Sie mit solchen Grenzen behutsam um und erzwingen Sie nichts. Machen Sie bei guten Gelegenheiten Gesprächsangebote, aber reagieren Sie nicht enttäuscht, wenn Ihr Kind nicht (sofort) darauf einsteigt. Wenn aber offensichtlich Schwierigkeiten bestehen, müssen Sie stärker auf eine Klärung der Situation drängen. Auch hier gilt der Hinweis, gegebenenfalls Unterstützung bei Fachpersonen zu suchen.

RN