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Fachtag "Shit happens... Cannabislegalisierung - Auswirkungen auf Jugendliche?"

Derzeit findet eine Debatte in Politik, Gesellschaft und Medizin über eine Neuorientierung der Drogenpolitik bezogen auf Cannabis statt. Dabei werden Argumente und Haltungen, die sich auf gesellschaftliche, individuelle und wirtschaftliche Aspekte beziehen, kontrovers diskutiert.
Suchthilfeverbände sprechen sich deutlich für eine Lockerung der bestehenden Gesetzgebung aus, wenn dies mit strengen Regulationen im Hinblick auf Jugendschutzbestimmungen gekoppelt wird. Verschiedene Kommunen haben sich als Modellstandort für eine regulierte Freigabe von Cannabis beworben. Für den medizinischen Bereich wurde eine Veränderung der bestehenden Gesetzeslage bereits umgesetzt. Insgesamt also eine deutliche Tendenz in Richtung einer Liberalisierung der bestehenden Cannabispolitik. Was die Liberalisierung für Jugendliche unter 18 bedeuten könnte, wird viel zu wenig diskutiert.

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Abstimmung über das Cannabiskontrollgestz im Bundestag, (c) Deutscher Bundestag/Axel Hartmann

Abstimmung über das Cannabiskontrollgestz im Bundestag, (c) Deutscher Bundestag/Axel Hartmann

Cannabiskontrollgesetz - nach Abstimmung im Bundestag abgelehnt

Cannabis ist in Deutschland nach wie vor illegal, aber in immer mehr US-amerikanischen Bundesstaaten, Kanada, der Schweiz und den Niederlanden geht man zu liberaleren und entkriminalisierenden gesetzlichen Bestimmungen über.

In einem Brief an die Drogenbeauftrage Marlene Mortler forderte Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, den Cannabis-Konsum in Deutschland zu entkriminalisieren. Er forderte ein Überdenken der Drogenpolitik und die Einführung eines „Cannabiskontrollgesetzes“. Dieses wurde allerdings in der Abstimmung am 2. Juni 2017 im Bundestag abgelehnt.

Weitere Informationen

Debatte im Bundestag: http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2017/kw22-de-cannabiskontrollgesetz/507592

 

http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-06/cannabis-cem-oezdemir-drogen-cannabiskontrollgesetz

 

 

Cannabis im Schweizer Supermarkt

Ganz andere Wege als in Deutschland beschreitet man hingegen in der Schweiz, wo es seit vergangenem Jahr erste "Supermärkte" für Cannabisprodukte gibt wie etwa die "Hanftheke" in Basel. Die dort angebotenen Produkte wie Blüten, Tropfen oder Öle enthalten weniger als 1 Prozent THC, dem psychoaktiven Wirkstoff in der Cannabispflanze, dafür aber einen hohen Gehalt an Cannabidiol (CBD), dem eine entspannende und schmerzlindernde Wirkung zugesprochen wird. Das in der Schweiz angebaute Cannabis in Bioqualität wird wissenschaftlich kontrolliert und kann in spezialisierten Geschäften legal erworben und konsumiert werden.

Weitere Informationen

http://p.dw.com/p/2dRuo

http://www.swiss-cannabis.com/page/hanftheke

 

Mehr Probleme mit Cannabis in einem regulierten Markt - stimmt das?

Der Schweizer Fachverband Sucht reagierte Ende Mai auf verbreitete Berichterstattung in den Medien, dass sich aufgrund der Regulierung des Cannabismarktes immer mehr Konsumierende in Therapie begeben würden, mit einer eigenen Stellungnahme. Darin wird ausführlich auf die Interpretation von Konsumzahlen eingegangen und auch die Gründe, warum die Menschen sich vermehrt behandeln lassen.

Problematisch sieht der Fachverband Sucht die steigende THC-Konzentration in Cannabisprodukten seit einigen Jahren – und fordert deshalb einen regulierten Markt, in dem Qualitätskontrollen und die Festlegung eines maximalen THC-Gehalts erst möglich würden.

Weitere Informationen

http://fachverbandsucht.ch/de/news/mehr-probleme-mit-cannabis-in-einem-regulierten-markt-stimmt-das

Cannabis und Schizophrenie

Der hohe THC-Gehalt im Cannabis könnte auch dafür verantwortlich sein, Psychosen und Schizophrenie bei Konsumierenden zu begünstigen. In ihrem Topthema im Juni 2017 geht drugcom, die Internetplattform der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), auf diese Frage ausführlich ein.

 

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